Romulus der Grosse
2015
Über das Stück
„Wer einen grossen Skandal verheimlichen will, inszeniert am besten einen kleinen“ lobt Kaiser Romulus seinen geflüchteten Finanzminister und nennt seinen Koch den „wichtigsten Mann“ im Kaiserreich. Doch der Hofstaat hat existenzielleres vor Augen und fürchtet sich vor dem Untergang ihres römischen Weltreichs. Und sie hatten Recht, wie wir heute wissen. Im Stück steht das finstere, blutige Mittelalter leibhaftig vor der Tür, in Gestalt einer bewaffneten Germanenhorde. Die Figuren am kaiserlichen Hof werden nervös, doch wollen sie als Römer niemals aufgeben. „Den unerbittlichen Kampf führen wir bis zum letzten Mann weiter“ schreit der Kriegsminister. Doch ist es letzten Endes mit dem schönsten aller Heldentode, süss und ehrenvoll, doch nicht weit her…
Und Roms letzter Kaiser? Romulus interessiert allein das bevorstehende Frühstück. Die Weltgeschichte so scheint es, ist ihm vollkommen gleichgültig – und erst recht seine eigene Rolle darin und meint: „Ich möchte die Weltgeschichte nicht stören.“ Seine Majestät kann, der bitteren Weltlage zum Hohn, ganz unvergleichlich scherzen und plaudern, fast jeder Satz ein funkelnder Aphorismus.
„Romulus der Grosse“ ist bestimmt nicht Friedrich Dürrenmatts berühmtestes Stück; aber vielleicht sein heiterstes, humanstes und aufschlussreichstes, denn es enthält wohl ein Selbstportrait von ihm. Es zeigt mächtige Entscheidungsträger mit kleinen, ganz alltäglichen Sorgen und dreht sich um die Frage nach der moralischen Verantwortung einer vorherrschenden Kultur, die sich über seine eigenen Ränder hinweg ausgedehnt hat.

Friedrich Dürrenmatt
Auf der Bühne
Schauspieler/innen dieser Produktion.
Sacha Schelker
Ämilian - Römischer Patrizier / Appollyon - Kunsthändler / Theoderich - Neffe von Odoaker
Hinter den Kulissen
Mitwirkende dieser Produktion
Sponsoren
Herzlichen Dank an die Sponsoren,
die diese Produktion unterstützten.
die diese Produktion unterstützten.






















































